Firmengeschichte

Gerademal etwas mehr als eineinhalb Jahrzehnte gibt es K|M|S. Dennoch ist das Unternehmen längst der Pubertät entwachsen und steht fest und sicher im deutschen Markt. Mit innovativen Lösungen für seine Klinikkunden peilt die Unterhachinger Firma einen kontinuierlichen Ausbau seiner Spitzenposition im deutschen Markt an – und hat darüber hinaus bereits auch internationale Märkte in den Blick genommen.

K|M|S stößt in neue Dimension vor

Die Geschichte von K|M|S lässt sich am besten an fünf markanten Stationen entlang erzählen.

1. Die Gründung

1996: Ganz allmählich zieht an der Industrie orientierte Professionalität in deutsche Kliniken ein. Der Kosten- und Wettbewerbsdruck wächst. Die Krankenhäuser suchen nach Instrumenten, um die Häuser besser im Markt zu positionieren. „Damals gingen viele Berater in die Kliniken hinein, erhoben mit viel Aufwand Daten, lieferten Strukturanalysen und Berichte – und verließen dann die Klinik. Die Probleme sind aber im Haus geblieben", erinnert sich Alois G. Steidel an die Zeit von damals. 

Aus dieser Erkenntnis wuchs die Idee, den Klinikverantwortlichen zusätzlich zur Beratung gleich auch ein Instrument für selbstständige Strukturanalysen und Berichte anzubieten. Dieses IT-Werkzeug wurde individuell auf die Bedürfnisse jeder einzelnen Klinik abgestellt, um die Entscheidungskompetenz der Führungskräfte zu stärken. „Das war die Grundidee", erzählt Alois G. Steidel. Und daraus ist dann später eisTIK.NET®. entstanden.

Von seinem heutigen ausgefeilten Produkt eisTIK.NET® war K|M|S seinerzeit aber noch ein gutes Stück entfernt. „Wir haben vor mehr als 15 Jahren im Prinzip mit einem Marketingtool angefangen", erinnert sich Alois G. Steidel. Wo kommen die Patienten her, wo gehen sie hin, welche Diagnosen gibt es im Haus, woran muss die Klinik ihr Leistungsangebot ausrichten, welche Operationen finden statt, wie wird effizient abgerechnet? Das war das damalige Leistungsspektrum des K|M|S-Produkts. Zugleich war damit auch die Basis für das heutige eisTIK.NET® gelegt.

Im Laufe der Zeit folgten rasch weitere Module zu den Themen Materialwirtschaft, Personal, Pflege und auch DRG und LEP. Mit diesen Werkzeugen konnten die Kliniken aus Daten Wissen generieren und strategische Entscheidungen treffen. Immer dort, wo ein Steuerungsbedarf entstand, hat K|M|S gezielt Lösungen entwickelt.

2. Der Umbruch

Im Jahr 2002 hat K|M|S dann einen entscheidenden Entwicklungsschritt vollzogen: Die bisherigen IT-Werkzeuge wurden von einer neuen technischen Plattform abgelöst. Das war die eigentliche Geburtsstunde von eisTIK.NET®. Bis 2002 hatte K|M|S mit Fremdwerkzeugen gearbeitet, die für jeden Arbeitsplatz lizensiert werden mussten. Zugleich gab es technische Restriktionen. Denn in zahlreichen Fällen konnten Kundenanforderungen nicht mit dem vorhandenen Werkzeug umgesetzt werden. Auch um sich von diesen Beschränkungen zu befreien, entwickelte K|M|S ein komplett neues und eigenes Produkt: eisTIK.NET®. Ein technischer Fortschritt für die Kunden – und ein Kostenvorteil dazu. Denn K|M|S vergibt seitdem Campuslizenzen. Das bedeutet: ein Preis, egal auf wie vielen Rechnern eisTIK.NET® in der Klinik installiert ist.

3. Der Durchbruch

Zuvor hatte K|M|S insbesondere mit iSOFT und anderen KIS-Herstellern bereits Partnerschaften aufgebaut, um sein Produkt zu vertreiben. Der Aufbau des Netzwerkes und die neue Plattform brachten schließlich den Durchbruch. Inzwischen ist K|M|S mit mehr als 400 Klinikinstallationen die Nummer eins im deutschen Krankenhausmarkt.

Ein weiteres markantes Datum in der Firmengeschichte war die Vorreiterrolle von K|M|S bei der Einführung der DRG in den Jahren 2002/2003. Das Unterhachinger Unternehmen war das erste, das schon vor der exakten Definition der Groups, das DRG-Prinzip in seinem IT-Werkzeug abbilden und auswerten konnte. Bei den künftigen psychiatrischen DRG geht K|M|S diesen Weg erneut erfolgreich. Denn auch da sind die einzelnen Diagnosegruppen noch nicht fest definiert. Aber K|M|S begleitet die Einführung und Etablierung der psychiatrischen DRG schon heute intensiv und entwickelt gemeinsam mit Kliniken das optimale IT-Tool für die klinische Praxis.

Einen dritten nachhaltigen Entwicklungsschub verzeichnet K|M|S seit 2009/2010. "Es gibt eine deutliche Veränderung der Trägerstrukturen", analysiert Alois G. Steidel: "Der Markt konsolidiert sich." Insbesondere Kliniken im kirchlichen und freigemeinnützigen Bereich schließen sich zusammen. Dabei stoßen sie in der Regel auf eine heterogene IT-Struktur. An dieser Stelle kommt dann oft eisTIK.NET® zum Einsatz, um die Daten aus den unterschiedlichen KIS- und Teilsystemen überhaupt erst einmal zusammenführen und dann analysieren zu können. 

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung sagt Alois G. Steidel: "Wir möchten unsere führende Marktstellung weiter ausbauen und unser Datawarehouse auch für kleine Häuser attraktiv gestalten."

4. Die Zukunft

2011 hat K|M|S mit EYE ON HEALTH® eine neue Produktlinie in den Markteingeführt. „EYE ON HEALTH® ist entstanden, weil einige unserer Kunden nach solch einem Instrument gesucht und dabei erfolglos viel Zeit in eigene Lösungen investiert haben", erklärt Alois G. Steidel: „Deshalb haben wir uns entschlossen, es selbst zu entwickeln und es unseren Kunden kostenlos anzubieten und es in eisTIK.NET® zu integrieren. Mit diesem Geomarketing-Instrument erhalten unsere Kunden so einen deutlichen Mehrwert. Aber wir kaufen auch fremde Daten ein, und wenn die Kunden diese benötigen, können sie diese dazu kaufen."

EYE ON HEALTH® ist die neue Dimension des Geomarketings. EYE ON HEALTH® führt Daten aus vielen Quellen auf einer einzigen Oberfläche zusammen. Es stellt qualitativ hochwertige und stets aktualisierte Daten aus der Gesundheitswirtschaft zur Verfügung. Diese können auf zahlreichen Ebenen mit einander verknüpft werden und liefern präzise Antworten auf ganz spezifische Fragestellungen. Mit EYE ON HEALTH® können Kliniken nun ihre Patienten- und Einweiserdaten im regionalen Kontext darstellen. Sie erhalten verlässliche Informationen zu Einzugsgebieten, Marktanteilen, Fallprognosen und Mitbewerbern. Sie identifizieren Zuweiser und Nichteinweiser und erkennen demografische Entwicklungen, die sie für ihre strategischen Entscheidungen brauchen und und und...

Mit EYE ON HEALTH® erschließt K|M|S neue Markt- und Kundenzugänge. Während eisTIK.NET® die Sicht einer einzelnen Klinik auf ihr Geschäft abbildet, ermöglicht EYE ON HEALTH® eine ganz andere und neue Perspektive. Gleichsam von „oben" erlaubt EYE ON HEALTH® einen umfassenden Blick auf eine komplette Region. Damit hat EYE ON HEALTH® bereits das Interesse auch von internationalen und globalen Organisationen geweckt. Denn mit EYE ON HEALTH® ist nicht nur der Blick grenzenlos – die Themen sind es auch.

5. Die Vision

Am 17. Mai 2010 wurde die K|M|S Vertrieb und Services GmbH in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Eine weitere wichtige Wegmarke im dynamischen Entwicklungsprozess des Unternehmens. „Mit diesem Schritt unterstreichen wir die Vision und die Ambitionen der neuen K|M|S AG, auch in Europa und im nächsten Schritt weltweit in den kommenden zehn bis 20 Jahren die Marktführerschaft in diesem Geschäftsfeld zu erreichen", begründet Alois G. Steidel die Veränderung. Die Gesellschafterstruktur hat sich durch die AG nicht verändert. Gegenüber der GmbH bietet die neue Rechtsform aber den Vorteil, dass das angestrebte weltweite Wachstum perspektivisch deutlich komfortabler finanziert werden kann.

Darüber hinaus konnte im Zuge der Umwandlung ein erheblicher Zugewinn an Know-how und Expertise für die Wachstumsstrategie realisiert werden. So profitieren K|M|S und die eingeleitete Wachstumspolitik sowohl von der Vernetzung als auch den besonderen fachlichen Qualifikationen des neuen dreiköpfigen Aufsichtsrates. Vorsitzender ist der Jurist Dr. Martin Sundermann von der international tätigen Sozietät Osborne Clarke, München. Ihm zur Seite stehen der Volkswirtschafts-Professor Günter Neubauer, Direktor des Münchner Instituts für Gesundheitsökonomie, und Jeroen Boon (Amsterdam), Experte für die strategische Managementberatung sowie die Akquise und den Zusammenschluss von Firmen (Mergers & Aquisitions).

Gleichzeitig wurde der Vorstand auf eine breitere Basis gestellt. Mit der Berufung von Andreas Zowislo zum Finanzvorstand, hat K|M|S ein weiteres starkes Signal für die neue strategische Ausrichtung des Unternehmens gesetzt.

Eine Firmenchronologie finden Sie hier.