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Prof. Dr. Heiko Meyer

21. September 2020

Kollaboration in regional verteilten Entwicklungsteams

Die Entwicklungsabteilung der KMS ist derzeit in drei Teams geclustert, die sich um die Pflege und Weiterentwicklung unserer Produkte eisTIK®.NET, eisTIK®.akut und EOH® kümmern. Die einzelnen Teams setzen sich dabei sowohl aus Kolleginnen und Kollegen, die im Raum München wohnen und daher prinzipiell täglich ins Office nach Unterhaching fahren, als auch aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die aus ganz Deutschland und Österreich kommen, zusammen. Da diese Teammitglieder eine lange Anreise nach München haben, arbeiten sie permanent von zu Hause aus. Das ist der Grund, warum wir sowohl technisch als auch mental schon in der Zeit vor Covid-19 sehr gut bezüglich der Kollaboration mit einem verteilten Team aufgestellt waren – remote zusammenarbeiten will nämlich geübt sein. Seit Beginn der Pandemie arbeitet zusätzlich auch ein Großteil der Münchner Kolleginnen und Kollegen von zu Hause aus.

Aber wie sieht nun die Arbeitsumgebung von örtlich verteilten Entwicklungsteams aus? Ein wichtiger Aspekt ist ein schneller, stabiler und hochverfügbarer Internetanschluss. Hierzu haben wir im vergangenen Jahr auf Glasfaser umgestellt. Die Bandbreite und die Latenz bieten bei dieser Technologie klare Vorteile. Um bei einem eventuellen Ausfall trotzdem weiterarbeiten zu können, haben wir ersatzweise noch einen klassischen DSL-Anschluss.

Die Anbindung am Arbeitsplatz zu Hause spielt auch eine wesentliche Rolle. Nachdem die Kolleginnen und Kollegen überwiegend aus Ballungszentren kommen, haben diese auch zeitgemäße Internet-Anschlüsse mit einer Bandbreite von mindestens 100 Mbit/s, teilweise sogar auch schon Glasfaser mit einer deutlich höheren Bandbreite. Die Arbeitsplätze zu Hause sind adäquat zu denen im Office ausgestattet. Hierzu zählen u. a. ein schnelles Notebook mit SSD, zwei externe 24“ Bildschirme und ein qualitativ hochwertiges Headset.

Auch im digitalen Zeitalter sind bei der agilen Softwareentwicklung Dokumente für Spezifikationen, Testpläne, Produktbeschreibungen etc. notwendig. Diese sind allerdings nicht in Papierform existent, sondern lediglich online, sodass unabhängig vom Aufenthaltsort gleichermaßen darauf zugegriffen werden kann. Die Spezifikationen der zu entwickelnden Themen sind vom Produktmanagement in Form von Stories in der Cloud auf Microsoft Azure DevOps abgelegt. Dort werden auch eventuelle Bugs über den Support eingestellt. Diese Cloud-Lösung beinhaltet zudem die Sourcecode-Versionierung. Nachdem es sich bei den Produkten der KMS um Server-basierte Software-Lösungen handelt, sind pro Team entsprechende Entwicklungs- und Testserver erforderlich. Diese befinden sich sowohl im Office als auch in der Cloud, gehostet bei Amazon Web Services in Frankfurt am Main, sodass diese ebenfalls remote erreichbar sind.

»Nicht nur virtuell gemeinsam einen Kaffee zu trinken, sondern auch wieder zusammen die Mittagspause verbringen zu können und eine Runde Tischkicker oder Dart zu spielen, sind nämlich sehr wichtige Aspekte für eine dauerhaft gute Zusammenarbeit.«

Der Start in den Arbeitstag beginnt innerhalb der Entwicklungsabteilung mit dem Daily. An diesem nehmen alle Team-Mitglieder, auch bei flexiblen Arbeitszeiten, über Microsoft Teams teil. Dabei wird der Bildschirm geteilt, sodass alle Teilnehmenden dasselbe Bild sehen. Die für den Tag anstehenden Tasks werden während des Meetings in DevOps gemeinsam durchgegangen und eventuell auftretende Probleme gelöst. Sind Oberflächen zu entwickeln, wurden hierzu zuvor Mockups vom UX Designer erstellt. Auch diese sind über eine spezielle Cloud-basierte Lösung namens Invision zugänglich, sodass alle Teams remote darauf zugreifen können. Für den Fall, dass ein „klassisches“ Dateisystem als Ablage verwendet werden soll, stehen zusätzlich auch Cloud-basierte Netzlaufwerke über Microsoft OneDrive zur Verfügung. Dort abgelegte Dateien können dann mit Einträgen auf den weiteren Plattformen verlinkt werden.

Kurzschulungen zu einzelnen Themen und Meetings werden ebenfalls über Microsoft Teams abgehalten, darin aufgezeichnet und für alle Kolleginnen und Kollegen über Microsoft Stream zur Verfügung gestellt. So besteht auch bei flexiblen Arbeitszeiten, z. B. zur Kinderbetreuung, die Möglichkeit, diese im Nachgang anzusehen. Treten während des Entwicklungsprozesses Probleme auf, die Unterstützung verlangen, kann unkompliziert über Microsoft Teams der Bildschirm mit dem jeweiligen Experten geteilt werden, sodass zusammen das Problem gelöst werden kann.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass bei örtlich verteilten Entwicklungsteams für eine gute Zusammenarbeit ohne Hindernisse die technischen Voraussetzungen hinsichtlich Hard- und Software stimmen müssen. Auch wenn dies bei der KMS in Zeiten der Corona-Pandemie sehr gut funktioniert und überwiegend die Vorzüge der mobilen Arbeit hinsichtlich Flexibilität geschätzt werden, freuen wir uns doch alle auf die Zeit danach. Nicht nur virtuell gemeinsam einen Kaffee zu trinken, sondern auch wieder zusammen die Mittagspause verbringen zu können und eine Runde Tischkicker oder Dart zu spielen, sind nämlich sehr wichtige Aspekte für eine dauerhaft gute Zusammenarbeit.
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Prof. Dr. Heiko Meyer
Geschäftsleitung
Chief Technology Officer (CTO)

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